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Qualitätszertifikat
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Tauchuntersuchung

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Tauchuntersuchung

Ablauf

Was kostet es?

Tauchmedizin, ein hochspezialisiertes Medizingebiet

Die Tauchmedizin ist ein Teilgebiet der Arbeitsmedizin und der Sportmedizin. Sie befasst sich mit den medizinischen Problemen des Tauchens, der Vorbeugung und Behandlung von Tauchunfällen sowie der Tauchtauglichkeit.

Physikalische Kenntnisse erwünscht

Ein besonderes gesundheitliches Risiko ergibt sich aus der Tatsache, dass Taucher unter erhöhtem Druck mit Atemgasen versorgt werden müssen. Dabei gehen auch erhöhte Gasmengen im Blut und Gewebe in Lösung und müssen beim Auftauchen, in geheimnisvolle Tiefeder Dekompression, weitgehend wieder abgeatmet werden. Andernfalls bilden sich in Blut und Gewebe Gasblasen, sogenannte Gasembolien – es kommt zur Dekompressionskrankheit. Bei Vorliegen eines Herzscheidewanddefekts kann eine Dekompressionskrankheit mit schwersten schlaganfallähnlichen Folgen auch bei Einhaltung absolut sicherer Aufstiegsgeschwindigkeiten auftreten. Eine solche angeborene Erkrankung des Herzens sollte daher anläßlich der Tauchtauglichkeitsuntersuchung ausgeschlossen werden. Daher eignet sich die Kardiologie, jedoch auch die Verbindung mit der Pneumologie (Lungenheilkunde) besonders für die Untersuchungen zur Tauchtauglichkeit. Foto © by MyGeeten

Hyperbare Medizin, Thermomedizin

KoralleIm Zusammenhang mit der Atmung unter erhöhtem Druck stehen auch die Fragen um die toxischen und narkotischen Wirkungen der Gase unter erhöhtem Partialdruck, z. B. der sogenannte Tiefenrausch durch Stickstoff. Dementsprechend befasst sich die Tauchmedizin mit Gasgemischen für den Einsatz in unterschiedlichen Tiefen und für unterschiedliche Dauer der Tauchgänge bis hin zu einer Dauerversorgung von Unterwasserhäusern mit Atemgasgemischen, die das rasch diffundierende Helium anstelle von Stickstoff enthalten. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet der Tauchmedizin befasst sich mit dem Wärmehaushalt von Tauchern (Unterkühlung: Hypothermie). Statistisch gesehen ist Tauchen sicherer als Schwimmen und sicherer als viele Sportarten außerhalb des Wassers. Jede Sportart hat jedoch ihre speziellen Gefahren und potenzielle Risiken, daher ist es notwendig, Tauchkurse zu besuchen.

Spezifische Gefahren des Tauchens:

  • mögliche technische Probleme wie das Vereisen von Ventilen
  • unkontrollierter Luftverlust durch Beschädigung des Luftversorgungssystems
  • Barotraumen durch mangelhaften Druckausgleich bis hin zur
  • Dekompressionserkrankung beim zu schnellem Auftauchen (Dekompression)
  • Für Sport- und Berufstaucher gelten besondere Verhaltensregeln und klar definierte Sicherheitsstandards, die unbedingt eingehalten werden müssen

Tauchboom seit Jahren

Sinkende Preise und die Sicherheit moderner Technik führten in den 1990ern zu einem Boom des Sporttauchens. Schätzungen besagten, dass alleine in den USA jährlich 500.000 Gerätetaucher ausgebildet wurden. Im Jahre 2000 zertifizierte der weltweit größte Tauchsportverband PADI 950.000 neue Taucher. 2001 gab es in Deutschland 6.000 Tauchlehrer. 2002 gab es alleine in den USA geschätzte 8,5 Millionen Menschen, die einen Tauchschein besaßen.

Auch für Behinderte geeignet
Bali Komodo IslandAuch Menschen mit Behinderung haben mittlerweile vielseitige Möglichkeiten am Sporttauchen teilzuhaben. Das Behindertentauchen ist vor allem in therapeutischem Sinne für körperlich behinderte Menschen gedacht. In letzter Zeit entwickeln sich zunehmend auch Angebote für geistig behinderte Menschen und pädagogische Ansätze für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Gerade in diesen Bereichen findet eine konsequente wissenschaftliche Auseinandersetzung statt, die sich nicht mehr nur mit der Sportart an sich auseinandersetzt, sondern auch psychologische, pädagogische und sogar psychiatrische Fragen angeht. Emotionspsychologische und erlebnispädagogische Untersuchungen zeigen mittlerweile erstaunliche Erfolge und erlauben Rückschlüsse für Menschen mit psychischer bzw. seelischer Behinderung oder einer Lernbehinderung. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung kommt es zu einem bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagement in diesem Bereich des Tauchsports. Einen wesentlichen Beitrag dazu haben die interessanten Erkenntnisse aus der Tauchpsychologie geleistet.

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Bei allen Gefahren ist Tauchen ein wunderschöner und sicherer Sport, wenn eine ausreichende Gesundheitsvorsorge und die anerkannten Tauchregeln eingehalten werden!


Ablauf

Sie sind Tauchanfänger oder begeisterter Hobbytaucher mit langjähriger Taucherfahrung. Sie haben Ihre Tauchlizenz über PADI, VdST oder CMAS erworben.Den Untersuchungstermin haben Sie am besten einige Wochen im Voraus mit unserem Empfang vereinbart. In Ausnahmefällen führen wir Untersuchungen auch am selben Tag durch ("Last Minute...") Die Untersuchungen finden meist in den Nachmittagsstunden ab 15:00 statt. Am Untersuchungstag erscheinen Sie nach einem normalen Mittagessen ca. 15 min. vor dem Termin in unserer Praxis.
Wenn Sie mit dem Auto kommen, finden Sie zahlreiche Stellplätze auf unserem praxiseigenen Parkplatz hinter dem Haus. Die Anfahrtsroute können Sie sich vom Routenplaner (auf der rechten Seite der Homepage) zeigen und ausdrucken lassen.

Aufnahme

Unsere geschulten Assistentinnen nehmen zunächst Ihre Personalien über die Krankenversicherungskarte auf und tragen Sie in die Wartezimmerliste ein. Insbesondere, wenn Sie zum ersten Mal bei uns sind, bitten wir um das Ausfüllen eines Patientenfragebogens. Hier stellen wir Fragen zu früheren Erkrankungen, Medikamenten usw. Dies ist für den Taucharzt sehr hilfreich und spart viel Zeit beim Erheben der Anamnese (Krankenvorgeschichte).

Taucherarzt

Im Idealfall holt Sie Ihr Arzt wenige Minuten später vom Wartezimmer ab. Wir sind eine Terminpraxis und bemühen uns um strikte Einhaltung der Zeiten, dennoch kann es vorkommen, dass durch unerwartet komplizierte Fragestellungen oder Notfälle Wartezeiten entstehen. Für diesen Fall bitten wir um Verständnis und etwas Geduld.

Ganzkörperuntersuchung

StethoskopWenn der Tauchmediziner mit Ihnen im Vorgespräch Ihr Vorhaben und Ihren aktuellen Taucherfahrung geklärt hat, werden Sie körperlich untersucht. Dies erstreckt sich nicht nur auf das Abhören der Herztöne, sondern wir führen in diesem Fall Ganzkörperuntersuchungen (Halsschlagadern, Gehörgang, Trommelfelle, Durchgängigkeit der Eustachischen Röhre, orientierender Zahnstatus, Schilddrüse, Wirbelsäule, Lungen, Oberbauchorgane, Leisten- und Beinschlagadern) durch.

Technische Untersuchungen

Danach erfolgt immer ein Echokardiogramm (Ultraschall des Herzens), damit die wichtigsten Gründe für den akuten Herztod beim Tauchsport oder ein offenes Foramen ovake (PFO) ausgeschlossen werden. Eine Kardiomyopathie, ein Zustand nach stummem Infarkt oder Herzklappenfehler werden so zuverlässig erkannt. Danach bittet Ihr Arzt Sie zum Ruhe- und Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer. Hier werden dynamische Störquellen des Herzens wie überhöhter Belastungsblutdruck, Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen der Herzkranzadern ausgeschlossen. Die Lungenfunktion gibt uns ein Bild Ihrer Atemdynamik und macht uns auf mögliche Risiken einer Asthmaerkrankung aufmerksam.

Abschlußbesprechung

Anschliessend erfolgt die Besprechung der Ergebnisse. Sie erfahren etwas über Ihre Tauchtauglichkeit, den aktuellen Trainingszustand und Ihre Lungenfunktion.Wir machen Sie auf mögliche Risiken beim Tauchsport aufmerksam und stellen Ihnen die notwendige Bescheinigung sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch aus.

Abrechnung

Als Institut für Prävention und Sportmedizin mit entsprechendem Untersuchungsaufkommen sind wir der Mehrwertsteuer unterworfen. Wegen der äusserst scharfen Kalkulation begrüssen wir die Bezahlung nach Abschluss der Untersuchung an unserem Empfang. Z.Zt. ist noch kein bargeldloser Verkehr möglich.

Sollte sich bei der Untersuchung eine behandlungspflichtige Erkrankung herausstellen, erfolgt die notwendige Weiterbetreuung über Ihre Krankenversicherung. Wir empfehlen gemäss internationalem Standard Tauchtauglichkeitsuntersuchungen bei unter 40-jährigen alle 2 Jahre, bei über 40-jährigen jährlich. Bei Krankheitsgefühl vor der Abreise und bei überstanden schweren Infekten kann auch einmal eine zwischenuntersuchung erforderlich sein. Die Kosten werden von den gesetzlichen Versicherungen NICHT, von den Privatversicherungen in Ausnahmefällen übernommen. Außerhalb der Abrechnung mit der privaten Krankenversicherung unterliegt die Untersuchung der Mehrwertsteuer.

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 Was kostet es?      

Tauchuntersuchung (nach GETÜM): 99.- € + MwSt.:

  • gründliche Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) einschliesslich Tauchanamnese
  • ganzheitliche körperliche Untersuchung einschließlich der Trommelfelle
  • Ultraschall des Herzens (Echokardiogramm inclusive cw-Doppler und Farbdoppler)
  • Ruhe-Ekg und Belastungs-EKG (Ergometrie)
  • Lungenfunktion in Ruhe (Spirometrie)
  • Ausstellung der Tauchtauglichkeitsbescheinigung (deutsch und englisch)
  • für aller Taucher auf nationalen und internationalen Tauchbasen erforderlich, Gültigkeit 2 Jahre vor dem 40. Lebensjahr, 1 Jahr nach dem 40. Lebensjahr
  • Die Kosten für die Untersuchung unterliegen der Mehrwertsteuer (aktuell 19%)
  • Dauer ca. 60 Minuten

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CardioCentrum
Ivo-Beucker-Str. 43
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