ICD-Kontrolle

ICD-Kontrolle

Seit mehr als 10 Jahren führen wir in unserer Praxis in Düsseldorf die ICD-Kontrolle, d.h. die Nachsorge und Kontrolle von implantierten Defibrillatoren (implantierbare Cardioverter Defibrillatoren) in großer Zahl durch.

Können alle Modelle und Fabrikate kontrolliert werden?

Eine Kontrolle von Geräte der Firmen Biotronik, Boston Scientific, Medtronic, Sorin/ELA Medical/Livanova und St. Jude Medical ist problemlos zu jeder Zeit möglich. Auch neue ICD-Entwicklungen wie subcutane ICDs (S-ICDs) von Cameron Health/Boston Scientific können kontrolliert und programmiert werden.

Warum muss ein ICD kontrolliert werden?

Ein moderner ICD ist ein miniaturisierter Computer, der direkt Einfluss auf den Herzschlag des Trägers nehmen und Schocks wie ein externer Defibrillator abgeben kann. Genau wie jedes andere elektrische Gerät kann es zu Fehlfunktionen des Aggregates und der implantierten Elektroden, die die Verbindung des Aggregates zum Herzen herstellen, kommen. Die frühzeitige Erkennung von sich entwickelnden Problemen ist sehr wichtig, um eventuelle inadäquate Schockabgaben oder andere lebensbedrohliche Ereignisse zu verhindern.

In welchen Abständen erfolgen die ICD-Kontrolluntersuchungen?

Nach der ICD-Implantation erfolgt in den meisten Fällen die erste Funktionskontrolle in der implantierenden Klinik. Danach ist bei unauffälligem Befund die nächste Kontrolle in unserer Praxis nach 4-6 Wochen fällig. Da die Elektroden im Herzen einwachsen müssen, kann zumeist die dauerhafte Programmierung etwa 3 Monate nach Implantation erfolgen. Danach sind bei Beschwerdefreiheit in den meisten Fällen Kontrollen in dreimonatigen Abständen üblich. Bei Problemen mit dem System können die Abstände selbstverständlich verkürzt werden.

Was wird bei einer ICD-Kontrolle kontrolliert?

Zuerst kommt die Frage nach dem Befinden und ob es Probleme mit dem Defibrillator gibt. Nach der Untersuchung des Implantationsortes und der Ableitung eines EKGs werden mit einem für jeden ICD-Hersteller spezifischen Gerät die Daten des ICD abgefragt. Die Geräte haben einen Speicher, in dem relevante Herzrhythmusstörungen abgelegt werden. Diese eventuell gespeicherten Episoden werden begutachtet und eventuelle Konsequenzen hieraus gezogen. Danach werden die elektrischen Daten sowie der Füllungszustand der Batterie kontrolliert. Bei Auffälligkeiten erfolgt gegebenenfalls eine Umprogrammierung. Wenn alle wichtigen Daten kontrolliert sind, wird ein Ausweis für den Patienten ausgedruckt und ein Bericht an den überweisenden Hausarzt erstellt. In dem Brief an den Hausarzt und im ICD-Ausweis sind alle wichtigen Befunde, weitere Konsequenzen und eventuelle Maßnahmen protokolliert. Abschließend wird der Termin für die nächste Kontrolle vereinbart.

Wieviel Zeit muss ich für eine Kontrolle einplanen?

Durch eine optimierte Organisation ist es uns gelungen, die Zeit, die der Patient für eine ICD-Kontrolle in unserer Praxis verbringen muss, zumeist auf etwa 20-30 Minuten zu begrenzen. Ausnahmen sind selbstverständlich bei Notfällen immer möglich.

Hier finden Sie auch alle Informationen zur ICD-Implantation.