Langzeit-EKG

Gerät zum Langzeit-EKG

Langzeit-EKG zur Identifikation von Herzrhythmusstörungen

In unserer täglichen Arbeit unserer Praxis in Düsseldorf gibt es sehr viele Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Jede Rhythmusstörung hat ihre eigene Prognose und Therapie. Daher ist eine möglichst genaue Identifikation wichtig.

Was ist ein Langzeitelektrokardiogramm?

Ein Langzeitelektrokardiogramm, auch kurz Langzeit EKG oder LZ-EKG genannt, ist eine Aufzeichnung der elektrischen Herzaktionen über zumeist 24 Stunden. In seltenen Fällen ist auch eine Aufzeichnung über 5-7 Tage möglich.

Wozu ist die Ableitung eines Langzeit EKG notwendig?

Häufig treten Herzschlagunregelmäßigkeiten selten auf, sodass ein normales Ruhe-EKG, das nur wenige Sekunden die Herzaktionen aufzeichnet, die Beschwerden und den damit verbundenen Herzrhythmus nicht dokumentiert. Um die Wahrscheinlichkeit für die Dokumentation von Herzrhythmusstörungen zu erhöhen, wird die Aufzeichnungsdauer auf 24 Stunden bis 7 Tage verlängert.

Indikationen für die Ableitung eines Langzeit-EKGs

  • Rhythmusstörungen wie Herzrasen, Schwindelattacken oder Ohnmachtserscheinungen
  • Vorhofflimmern oder –flattern
  • Zustand nach einem Herzinfarkt
  • Rhythmusstörungen als Ursachen für Kreislaufbeschwerdeen

Weitere Indikationen sind die Quantifizierung von bekannten Herzrhythmusstörungen  oder die Dokumentation der Herzfrequenz im Tagesverlauf, bei der z. B. auch ein nächtlicher Abfall der Herzfrequenz festgestellt werden kann.

Wie wird ein Langzeit-EKG angelegt?

Die Anlage der mittlerweile sehr kleinen Geräte erfolgt üblicherweise am Morgen nach vorheriger Terminvereinbarung. Mehrere Kabel werden mittels aufgeklebten Einmalelektroden an Ihrem Brustkorb befestigt. Bei behaartem Oberkörper ist gelegentlich eine Rasur der Ableitpunkte erforderlich, damit der elektrische Kontakt sichergestellt ist. Wir bitten auch, auf Cremes im Bereich des Brustkorbes zu verzichten. Das in einer Einmalkunststoffhülle  verpackte Aufnahmegerät wird mit einem Band verbunden, das um den Hals getragen wird. Zumeist sind die Kabel und das Aufnahmegerät nicht sofort zu erkennen.

Aufzeichnungsdauer des Langzeit-EKG

Weil die Störung nicht immer zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegt, ist eine möglichst lange Aufzeichnungsdauer des EKG-Signals in technisch perfekter Qualität unerlässlich. Wir verwenden für die Langzeit-EKG nur hochwertigste Rekorder mit einer Aufzeichnungsdauer von bis zu sieben Tagen. Der Auswertungsalgorithmus ist einer der modernsten am Markt.

Was muss ich während der Ableitung des LZ-EKG beachten?

Nach dem Anlegen des Gerätes wird dem Patienten ein Dokumentationsbogen ausgehändigt, worauf eventuelle Beschwerden und die Tätigkeiten während der Ableitung dokumentiert werden sollen. Damit ist es dann bei der Auswertung möglich, eventuelle  Beschwerden zeitlich mit dem aufgezeichneten Herzrhythmus zu korrelieren. Auch ist für die Auswertung wichtig zu wissen, was der Patient macht. Ein schneller Herzschlag ist beim Treppensteigen normal und kann in Ruhe ein Problem darstellen.

Was darf auf keinen Fall passieren?

Absolut wichtig ist, dass das Aufnahmegerät auf keinen Fall mit Wasser in Kontakt kommen darf. Das elektronische Gerät ist nach Wasserkontakt nicht mehr zu gebrauchen und stellt damit einen Versicherungsfall dar. Auch sind selbstverständlich Gewalteinwirkungen auf das Gerät zu vermeiden.

Wie funktioniert die Rückgabe?

Um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden, werden die Geräte am nächsten Morgen von unseren Mitarbeiterinnen abgenommen und die Daten in unsere Computer eingespeichert. Nach wenigen Minuten können Sie dann wieder die Praxis verlassen.

Wie lange dauert die Auswertung des Langzeit-EKG?

Da wir die Auswertung in unserer Praxis selbst durchführen, liegen die Ergebnisse der Analyse zumeist nach 1-2 Tagen vor.

Wie erfahre ich von dem Ergebnis der LZ-EKG-Auswertung?

Bei problematischen Befunden nehmen wir in der Regel sofort mit Ihnen Kontakt auf. Ansonsten bekommt Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin den schriftlichen Bericht mit kritischer Würdigung in Zusammenhang mit der Fragestellung und Empfehlungen für das weitere therapeutische und/oder diagnostische Vorgehen. Bei weiteren Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.