Langzeitblutdruckmessung

Langzeitblutdruckmessung

Die Langzeitblutdruckmessung (auch ABDM: Ambulantes Blutdruck-Monitoring) kann helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Wann werden Langzeitblutdruckmessungen durchgeführt?

Eine Langzeitblutdruckmessung wird durchgeführt, wenn eine der folgenden Situationen zutrifft:

  • Bluthochdruck
  • Schwankende Blutdruckwerte
  • Überprüfung von Therapien
  • Verdacht auf Herz-Kreislaufstörungen

Der erhöhte Blutdruck gehört zu den häufigsten Erkrankungen in unserem Fachgebiet.

Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob ein Patient in der Praxis lediglich durch Aufregung einen hohen Blutdruck hat („Weißkittelhochdruck“), oder ob es sich um eine echte Hochdruckerkrankung mit möglichen fatalen Folgen handelt. Manchmal muss auch der Erfolg einer neuen Blutdrucktherapie oder einer Therapieänderung geprüft werden. Die Langzeitblutdruckmessung gilt hierfür international als Goldstandard.

Was muss man bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung beachten?

Die Größe der Blutdruckmanschette muss an den jeweiligen Oberarmumfang angepasst sein. Idealerweise sollte die Manschette unmittelbar der Haut aufliegen. Während des Messvorganges sollte der Arm entspannt und möglichst gerade gehalten werden. Kleidung kann über der Manschette getragen werden. Sie sollte aber weit genug sein, um eine normale Beweglichkeit zu gewährleisten. Das Langzeitblutdruckmessgerät wird üblicherweise für 24 Stunden getragen. Unsere medizinischen Fachangestellten legen Ihnen das Gerät morgens an und nehmen es Ihnen am nächsten Morgen wieder ab. Das Gerät wird nachfolgend an unseren PCs ausgewertet, so dass die Befunde zeitnah mit Ihnen besprochen werden können.

Wie muss ich mich bei der Langzeit-Blutdruckmessung verhalten?

Während der 24h-Messung geht der Patient seinem ganz normalen Tagesgeschäft nach. Besondere Vorkommnisse, Stress, Einschlafzeiten oder sportliche Aktivitäten sollten notiert werden, um die Auswertung zu erleichtern.

Welche Alternativen gibt es zum ABDM?

Alternativ kommt eine dreimal tägliche Blutdruckeigenmessung in Frage. Weil die Untersuchung durch das regelmäßige Aufpumpen der Manschette lästig sein kann, führen wir sie nur nach strenger Indikationsstellung durch.

Welche zusätzlichen Untersuchungen sind sinnvoll?

Ein hoher Blutdruck kann viele Ursachen haben. Ein nächtlicher hoher Blutdruck, bzw. eine fehlende adäquate nächtliche Absenkung kann auf ein Schlafapnoesysndrom hinweisen und eine eingehende Schlafpnoe Diagnostik erfordern. Blutuntersuchungen in unserem kardiologischen Labor tragen zudem zur Ursachenklärung eines erhöhten Blutdrucks bei. Bluthochdruck kann z. B. mit der Nierenfunktion zusammenhängen oder hormonelle Ursachen haben.

Zusätzlich zur Langzeitblutdruckmessung können Ergometrie und Herzultraschall genauere Erkenntnisse liefern. Eine Fahrradergometrie gibt Aufschluss über das Verhalten des Blutdrucks unter Belastung und während eines Herzultraschalls können bereits bluthochdruckbedingte Schäden an Gefäßen festgestellt werden.