Prof. Dr. Werner Scherbaum

Prof. Dr. Werner Scherbaum

Prof. Dr. Werner Scherbaum –
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Rheuma­tologie

„Meine langjährige Erfahrung in der Inneren Medizin, speziell der Endokrinologie und Diabetologie möchte ich auch nach meiner Emeritierung gerne den mir anvertrauten Patienten zu Gute kommen lassen. Dies ist meine stärkste Motivation für die Arbeit in der ärztlichen Praxis“.

Prof. Scherbaum war bis 2012 Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin und Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Medizinischer Werdegang

Prof. Scherbaum hat in Hamburg und Tübingen Medizin studiert und im Jahr 1974 an der Universität Tübingen das Staatsexamen abgelegt. Er wurde 1975 mit einer virologischen Dissertation zur Influenza A promoviert. Seine internistische Facharztausbildung erfolgte in der breit aufgestellten bettenführenden Medizinischen Poliklinik sowie an der Abteilung Kardiologie der Medizinischen Klinik der Universität Tübingen. Er erhielt dann ein 2-jähriges Forschungsstipendium an der renommierten Abteilung Immunologie des Middlesex Hospital in London (UK), wo ihm die viel beachtete Erstbeschreibung des autoimmunen zentralen Diabetes insipidus gelang, Dies war auch sein Habilitationsthema.
Von 1984 – 1992 war Prof. Scherbaum Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Ulm, wo er den Fachbereich Rheumatologie und das immunologische Labor leitete. Inzwischen hatte er die Facharztprüfung für Innere Medizin abgelegt und anschließend die Facharzt-Qualifikationen „Endokrinologie/Diabetologie“ sowie auch „Rheumatologie“ und „Laboratoriumsmedizin in der Inneren Medizin“ erlangt.
1992 erhielt Prof. Scherbaum einen Ruf als Professor für Endokrinologie an der Universität Erlangen, den er aber ablehnte.
1993 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin der Universität Leipzig an, der mit der Leitung der Medizinischen Klinik und Poliklinik III (Abteilungen Endokrinologie, Diabetologie, Nephrologie) verbunden war. Am Universitätsklinikum Leipzig initiierte und leitete er das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem 10-Jahres-Etat von 50 Millionen Euro gefördert wurde.
1996 bekam er einen Ruf an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, den er aber wegen einer Sperrfrist erst 1997 annehmen konnte.
In Düsseldorf war er bis zu seiner Emeritierung im Sommer 2012 Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie. Von 1997 bis 2007 leitete er auch die Klinische Abteilung des Deutschen Diabetesforschungsinstituts (später: Deutsches Diabeteszentrum, DDZ) 2004 – 2007 war Prof. Scherbaum Stellvertretender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Düsseldorf. Nach der Emeritierung widmet sich Prof. Scherbaum weiterhin seinen Patienten im Rahmen einer ambulanten Tätigkeit.


Nationale und internationale Auszeichnungen

Im Jahre 1997 erhielt Herr Prof. Scherbaum mit seinem Team die Qualifikation und die Aufgaben eines „WHO Collaborating Centre for Diabetes“, das er bis 2007 leitete. Von 1997 – 1998 war er Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), außerdem von 1997 – 2009 Vorsitzender der Leitlinienkommission der DDG, in der die Standards für die Diabetesbehandlung erarbeitet und jeweils aktualisiert vorgegeben werden.
Von 1996-2012 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Schilddrüsenliga Deutschland. Prof. Scherbaum war von 2005 – 2012 Präsident der MEDICA und dort auch verantwortlich für das medizinische Programm dieser in Düsseldorf angesiedelten weltweit größten Medizinmesse. Prof. Scherbaum erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. 1986 den Frerichs-Preis (höchster Forschungspreis) der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und 2009 den Berthold-Preis der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie.
Prof. Scherbaum wurde 2003 in die Leopoldina, Deutsche Akademie der Naturforscher – Nationale Akademie der Wissenschaften, aufgenommen. Die Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum.


Forschung, Publikationen und Lehre

Prof. Scherbaum hat mehr als 500 wissenschaftliche Originalarbeiten in überwiegend englichsprachigen Journalen sowie Übersichtsartikel und Buchbeiträge publiziert und mehrere Lehrbücher herausgebracht. Prof. Scherbaum war von 1993 bis 2012 Chefherausgeber der internationalen Wissenschaftsjournals Hormone and Metabolic Research und ist nun dessen Senior Editor. 2004 hat er das Fachjournal Der Diabetologe gegründet und dieses über 10 Jahre als Chefherausgeber geleitet. Prof Scherbaum ist ein gefragter Gutachter bei Fachjournalen und auch bei Gerichten. Er ist der wissenschaftliche Leiter der Internetforen www.diabetes-deutschland.de sowie www.frag-den-professor.de.
Prof. Scherbaum ist einer der Initiatoren des in der studentischen Lehre deutschlandweit eingesetzten multimedialen CASUS-Programms. Prof. Scherbaum hat das nationale Fortbildungsprogramm Diabetes Update gegründet und dieses bis 2016 geleitet. Professor Scherbaum hat zahlreiche Doktoranden betreut und Wissenschaftler und Ärzte ausgebildet, von denen nun mehrere als Lehrstuhlinhaber, Abteilungsleiter oder Krankenhauschefs tätig sind. Die Lehre liegt Herrn Prof. Scherbaum sehr am Herzen. Seit 15 Jahren leitet er zusammen mit Ärzten aus anderen Fachdisziplinen das jährlich stattfindende nationale Ärzte-Fortbildungsprogramm „Internisten Update“.


Mitgliedschaften

Prof. Scherbaum ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften, u.a. der Endocrine Society (USA), der European Society of Endocrinology (ESE), der Europäischen Diabetesgesellschaft (EASD), der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM); und der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG).


Leistungs­angebote Prof. Scherbaum

  • Diagnostik und Therapie von
    – Diabetes mellitus (alle Formen)
    – Hormonstörungen aller Art
    – Erkrankungen von Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, Hirnanhangsdrüse, Nebennieren
    – Rheumatische Erkrankungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden,
  • Abklärung von Müdigkeit, allgemeiner Abgeschlagenheit, Fatigue-Syndrom
  • Gesundheitscheck
  • Erstellung von Gutachten

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