Aneurysma Diagnostik im CardioCentrum Düsseldorf

Farbduplexsonographische Untersuchungen – periphere arterielle Gefäße

Doppler-und duplexsonographische Diagnostik der peripheren arteriellen Gefäße


Welche Krankheiten werden so untersucht?

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine chronische Erkrankung der Gefäße, die meist die Beine betrifft. Dabei bilden sich Verengungen (Stenosen) der Arterien, sodass vor allem bei körperlicher Belastung das Gewebe nicht genügend sauerstoffreiches Blut erhält. Hauptursache für in Erkrankung ist meist die Arteriosklerose (also die Einlagerung von Fetten und Kalk in die Gefäßwände) als Folge von z.B. Nikotinkonsum, Diabetes mellitus und Bluthockdruck. Die Krankheit führt dazu, dass die Betroffenen auf Grund von Schmerzen der Beine oder des Gesäßes schlechter laufen können. Bei Fortschreiten der Erkrankung können auch in Ruhe Schmerzen auftreten, im schlimmsten Fall droht eine Amputation. Deswegen sind eine frühzeitige Diagnostik sinnvoll.

Welche Untersuchungstechniken kommen zur Diagnose zum Einsatz?

  1. Knöchel-Arm-Index (ABI)
    Als Screeningparameter für das Vorliegen einer pAVK dient die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI). Dabei werden die Blutdruckwerte der Beine und Arme getrennt voneinander bestimmt und zueinander ins Verhältnis gesetzt (Unterschenkeldruck/Oberarmdruck). Im Falle einer Durchblutungsstörung der Beine sinkt auch der Blutdruck (der ABI ist dann kleiner als 0,9). Eine weitere Ursache für einen erniedrigten ABI ist die sogenannte Aortenisthmusstenose. Dies ist eine angeborene Verengung der Hauptschlagader (Aorta) in der Nähe des Herzens, die meist schon im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert wird. Die Engstelle führt zu einem Unterschied des Blutdrucks der Arme und des Kopfes  im Verhältnis zum restlichen Körper. Im Erwachsenenalter kann eine Aortenisthmusstenose eine seltene Ursache für Bluthochdruck sein.
  2. Doppler- und duplexsonographische Diagnostik der peripheren arteriellen Gefäße
    Bei dieser Untersuchung werden die Schlagadern der Beine und ggf. auch der Arme mittels spezieller Ultraschalltechnik (Doppler/Duplextechnologie) untersucht. So können Veränderungen der Gefäße durch Fett- oder Kalkeinlagerungen (Plaques), der Blutstrom durch die Gefäße und die Blutflussgeschwindigkeit dargestellt bzw. vermessen werden.  Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Die oben beschriebenen Methoden ermöglichen die Diagnose einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Im Anschluss können weitere diagnostische Verfahren (z.B. Gefäßdarstellungen mittels MRT oder CT durch die Radiologie) veranlasst werden.

Welche Therapie stehen zur Verfügung?

Neben Allgemeinmaßnahmen wie z.B. Nikotinverzicht und medikamentöser Therapie der Arteriosklerose (Blutplättchenhemmer, Fettsenker) kommt in Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung Lauftraining hinzu. Im weiteren Verlauf kann eine Wiedereröffnung des Gefäßes (mittels Operation oder Kathetereingriff) nötig werden.