Schrittmacherkontrolle

Durchführung einer Schrittmacherkontrolle

Schrittmacherkontrollen werden in unserer Praxis in hoher Zahl und mit jahrzehntelanger Erfahrung  durchgeführt.

Warum muss ein Herzschrittmacher kontrolliert werden?

Ein moderner Herzschrittmacher ist ein miniaturisierter Computer, der direkt Einfluss auf den Herzschlag der Trägers nehmen kann. Genau wie jedes andere elektrische Gerät kann es zu Fehlfunktionen des Aggregates und der implantierten Elektroden, die die Verbindung des Schrittmachers zum Herzen herstellen, kommen. Häufig lassen sich diese Fehlfunktionen im frühen Stadium feststellen, bevor es zu Problemen für den Patienten kommt.

Wann und wie oft müssen Schriftmacherkontrollen durchgeführt werden?

Nach der Schrittmacherimplantation erfolgt in den meisten Fällen die erste Funktionskontrolle in der implantierenden Klinik. Danach ist bei unauffälligem Befund die nächste Kontrolle in unserer Praxis nach 4-6 Wochen fällig. Da die Elektroden im Herzen einwachsen müssen kann zumeist die dauerhafte Programmierung etwa 3 Monate nach Implantation erfolgen. Danach sind bei Beschwerdefreiheit zumeist Kontrollen in sechsmonatigen Abständen üblich. Bei Problemen mit dem Aggregat können die Abstände selbstverständlich kürzer sein.

Was wird bei einer Herzschrittmacherkontrolle kontrolliert?

Zuerst kommt die Frage nach dem Befinden und ob es Probleme mit dem Schrittmacher gibt. Nach der Untersuchung und der Ableitung eines EKGs werden mit einem für jeden Schrittmacherhersteller spezifischen Gerät die Daten des Schrittmachers abgefragt. Viele Modelle haben einen Speicher, in dem relevante Herzrhythmusstörungen abgelegt werden. Diese eventuell gespeicherten Episoden werden begutachtet und eventuelle Konsequenzen hieraus eingeleitet. Danach werden die elektrischen Daten sowie der Füllungszustand der Batterie kontrolliert. Bei Auffälligkeiten erfolgt gegebenenfalls eine Umprogrammierung. Wenn alle wichtigen Daten kontrolliert sind, wird ein Ausweis für den Patienten ausgedruckt und ein Bericht an den überweisenden Hausarzt erstellt. In dem Brief an den Hausarzt und im Schrittmacherausweis sind alle wichtigen Befunde, weitere Konsequenzen und eventuelle Maßnahmen  protokolliert. Abschließend wird der Termin für die nächste Kontrolle vereinbart.